
Kein typisches Mädchen: Melanie ist die Schlüsselfigur eines wachsenden Mantrec
Zwischen Schweissern, ratternden Gabelstaplern und dem Chaos der Verwaltung fühlt sie sich vollkommen zu Hause. Melanie (35) ist bei Mantrec offiziell Office and Operations Manager, doch dieser Titel trifft es kaum. „Wenn ich sage, dass ich etwas selbst regeln möchte, bekomme ich hier die Freiheit und die Verantwortung dazu.“
Eine Kehrtwende: von der Gastronomie in die Technik
Melanies Weg zu Mantrec verlief alles andere als geradlinig. Nach einer Ausbildung in der Gastronomie und einem Abenteuer im Ausland landete sie im Familienbetrieb ihres Vaters: einem Grosshandel für Schiffs- und Baubedarf. Doch ihr eigentliches Naturell setzte sich durch. Melanie wollte mit den Händen arbeiten. Sie absolvierte eine Ausbildung als Allround-Handwerkerin und machte sich selbstständig. Trotzdem nagte etwas an ihr. Sie fühlte sich in ihrer Haut nicht wohl. „Ich nenne es immer eine Glaswand“, sagt sie offen. „Ich wusste nicht genau, was ich wollte, und ich kam nicht dahinter.“ Über ihren Vater kam sie mit Giel in Kontakt, der treibenden Kraft hinter Mantrec. Was mit einigen Stunden pro Woche zum Einarbeiten begann, wuchs innerhalb von zwei Jahren zu einer Rolle, auf die das Unternehmen nicht mehr verzichten kann. „Ich bin kein typisches Mädchen“, lacht sie. Genau die etwas rauere Variante gibt ihr die Energie, die ihr anderswo fehlte. „In einem Moment fahre ich nach Rotterdam, um einen Anhänger zu liefern, im nächsten stehe ich in der Werkstatt auf dem Gabelstapler und lade einen Lkw ab. Hier geht es den ganzen Tag hin und her.“

